Die Jahrespressekonferenz beispielsweise zählt ebenso zu solchen beliebten Live-Events wie Produktpräsentationen, Diskussionsforen oder das letzte Live-Update über die Eröffnung einer neuen Firmendependance. Aber nicht nur in den USA, auch in Deutschland prognostizieren die Auguren der New Media-Branche einen Run auf die Live-Berichterstattung.
Der Erfolg ist fantastisch. Der Beginn war steinig.
Zum ersten Mal verließ Streaming Media im Oktober 1999 die "Schrauberwerkstätten" der IT-Tüftler: Das NetAid-Konzert kündigte sich als "größtes Multimedia-Ereignis der Geschichte" an. Elf Stunden Konzert an drei Standorten wurde in New York, London und Genf von diversen Hörfunk- und Fernsehsendern in 132 Ländern übertragen. Daneben erfolgte die parallele Live-Übertragung via Streaming im Internet. 300 Linux-Server waren damals im Dauereinsatz, die Enkodierung erfolgte im Real Media-Format.
Eine Multimedia-Breitseite gegen die Old Economy? Denkste!
Hunderttausende von Zuschauern rund um den Globus waren not amused. Sie ärgerten sich über Aussetzer und Pannen aller Art: Miserable Ton- und Bildqualität, asynchrone Bildübertragung. Alles einfach lausig. D a s Konkurrenzmedium zum Fernsehen wollte Streaming Media werden. Doch davon war man seinerzeit weiter entfernt als mancher Start-Up-Kapitän der New Economy vom ersehnten Break-Even-Punkt.
Schließlich waren es die Big Player im Onlinegeschäft, die sich der schlechten Stimmung entgegen stemmten und an die Möglichkeiten des neuen Mediums glaubten. T-Online beispielsweise startete sein Breitbandportal "T-Online Vision". Mit Video-live-Chats von Prominenten kämpfte man um die User-Gunst. Ein Meilenstein auch die Bilder aus der zweiten Big Brother-Staffel. 28 Kameras zeichneten damals auf. Die Bilder gingen als Stream live ins Internet und wurden sage und schreibe 28 Millionen Mal abgerufen.
UMTS und die Möglichkeiten mobiler Endgeräte gaben Usern und Entwicklern in der Folgezeit gleichermaßen Auftrieb. Video on Demand wurde fester Bestandteil von Marketing-Claims und -strategien. Und Pay-per-View Videos ließen erstmals die Kassen klingeln. Das Blatt hatte sich grundlegend gewendet: Bewegtbild war fortan in aller Munde: Ob als gestreamtes Live-Event oder als Premium-Content. Die Welt wurde bunt, bewegt und multimedial. Und selbst Kanzlerin Merkel – auch bekennender SMS-Fan – zeigte sich von den neuen multimedialen Möglichkeiten schlichtweg begeistert.
Video? - Auch wir, die New Media Agenturen, stellen uns darauf ein.
Heute ist IPTV auf dem Vormarsch. Fast täglich entstehen neue Internet-Sender, während sich die alten Broadcaster neu erfinden müssen. Auch fertig produzierte Videos zum Downloaden sind begehrt. Online-Portale setzen auf Pictures in Motion und suchen beim Run auf Videos händeringend nach passendem und lizenzfreiem Content. Oder nach passenden Beratern. Oder nach beidem.....
Und die Unternehmen?
Große DAX-Firmen arbeiten schon seit Jahr und Tag mit bewegten Bildern: Videoclips sorgen auf attraktiven Werbeinseln für Mehrwert. Produkt- und Erklärfilme steigern die Kundenzufriedenheit, Imagefilme überzeugen in der Welt des Event- Marketings.
Jetzt steigt der Mittelstand ein, entdeckt den Videomarkt im Internet. Bewegtbild eröffnet den Unternehmen Chancen auf Zusatzeinnahmen (Stichwort Zweitverwertung) oder es schafft anderen Zusatznutzen: Videos veredeln beispielsweise den eigenen Internet-Auftritt oder sie dienen als pfiffige Service-Dienstleistung für Journalisten, die entsprechende Hochglanzbilder gerne ich ihre Reportagen einbauen.
Die Presse- und Marketingstrategen im Unternehmen sagen für diese Art kostenloser Eigen-PR gerne "danke!".
Live-Conferencing. Wenn der Vorstand live beim Kunden ist.
Schließlich sind es die Möglichkeiten der direkten Kunden- und Pressearbeit, die auch die Vorstände mittelständischer Unternehmen immer mehr begeistert. Verfolgt man den Markt, dann steht beispielsweise Live-Conferencing auch bei gut aufgestellten kleinen und mittleren Entrepreneurs vor einer großen Zukunft: Vorstandsreden, Bilanzpressekonferenzen, Messeauftritte, Produktinnovationen und, und, und: Herausragende Firmen-Events live und in Farbe direkt auf die PC's von Kunden oder Journalisten übertragen – das überzeugt und begeistert.
Und noch ein Adressat kann mit der Live-Übertragung perfekt erreicht werden: der eigene Mitarbeiter. Die Ansprache ist persönlich, direkt, einfach besser als jedes noch so gut gemeintes Rundschreiben. Selbst als Schulungswerkzeug hat dieses Tool schon seine Feuertaufe bestanden.
Uns spornen diese neuen Möglichkeiten an, sie fordern heraus: Denn als moderner Kompetenz-Partner reicht es als Agentur nicht mehr nur intelligente technische Lösungen für den Kunden parat zu haben. Der Trend bei den New Media und Cross Media Consultern geht hin zur ganzheitlichen Beratung:
- Wie wird ein Event redaktionell umgesetzt?
- Mit welcher Art von Kommunikation erreichen wir die Zielgruppe des Kunden am effizientesten?
- Wie unterstützen wir unsere Partner, damit der Live-Auftritt des Vorstands ein Maximum an Zuschauern bindet?
- Wie stellen wir sicher, dass Erfolg verifizierbar wird?
- Und schließlich die technischen Features und die Fragen nach ihrer idealen Anpassung.
Fragen, auf die zeitgemäße Agenturen Antworten geben müssen. Lingner New Media Consulting stellt sich der neuen Herausforderung – mit vernetzten Lösungsansätzen und adäquater Manpower. Videoprofis mit langjähriger TV- und webTV-Erfahrung sorgen dafür, dass nicht nur die Vorstände in den Unternehmen von den neuen Möglichkeiten profitieren.
Wie sagte doch der deutsche Philosoph und Physiker Lichtenberg: "Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden."
In diesem Sinne – auf zu neuen Ufern.

