Im Mittelpunkt der Studie steht dabei das "Spannungsfeld zwischen technischen Herausforderungen im Bereich Information und Kommunikation, ihrer Realisierbarkeit und der Bedeutung einer Realisierung für Wirtschaft und Gesellschaft" (Quelle http://www.fazit-forschung.de/). Oder anders ausgedrückt: Wie verändert Technik die Kommunikation von (über)morgen?
Antworten geben die High Potentials der Kommunikationsbranche auf 160 Seiten indem Sie zu 35 - zum Teil provokanten - Zukunftsthesen dezidiert Stellung beziehen, mit recht verblüffenden Ergebnissen:
Prognosen auf einen Blick (Auszüge):
Bereits 2014 werden Software-Programme für in Deutschland entwickelte Hardware in den so genannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) entwickelt.
Nur ein Jahr später (2015) ist die heute viel diskutierte Konvergenz von Diensten und Geräten gewährleistet: der Fernseher empfängt SMS, Videoanruf auf Computer ist ebenso möglich wie VoIP über Mobilfunk oder WLAN.
Im gleichen Jahr werden 80 Prozent der Internet-Inhalte als nutzergenerierter Content, als Plattformen für Communities und als Online-Foren bereitgestellt.
Für 2017 erwarten die Kommunikationsauguren eine Medienrevolution: Kleine Sender bzw. Medienanbieter, die sich auf regionale Themen spezialisiert haben, sind in der öffentlichen Meinungsbildung von größerer Bedeutung als große internationale Hörfunk und Fernsehanbieter.
2018 ist jeder Mensch von einer "digitalen Aura" umgeben, bei der im Hintergrund codierte Präferenzprofile drahtlos ausgetauscht und verglichen werden können. So überspielt zum Beispiel das Filmplakat einen Trailer zum aktuellen Kinofilm auf den PDA, oder das Handy teilt dem Besitzer im Cafe mit, dass die Dame am Nebentisch an einem Date interessiert ist.
2019 wiederum nutzen über die Hälfte der kleinen und mittelständischen Unternehmen semantische Techniken, die eine inhaltsbezogene Informationssuche ermöglichen. Dadurch werden sprachlich formulierte Aufgabenstellungen von Maschinen sinnvoll interpretiert und eigenständig umgesetzt.
2019 schlägt auch die Stunde der Modefreaks: Kleine, leichte Datenbrillen oder Retina- Displays sowie leichte Datenhandschuhe sind verbreitet und werden zu Modeaccessoires.
2020 mischen 3D-Internet-Anwendungen den Markt auf. So werden beispielsweise Hologramme genutzt, um Fußballübertragungen, Spielfilme oder Werbebotschaften auf beliebige Oberflächen zu projizieren.
2022 sind Quantencomputer Wirklichkeit. Sie werden in Spezialgebieten (zum Beispiel wissenschaftliche Simulationen) eingesetzt, in denen massiv parallel gerechnet werden muss.
Science Fiction, schöne neue Welt oder einfach nur ganz konkrete Szenarien, an denen heute schon mit Fleiß gebastelt wird?
Wohl das Letztere: Immerhin wird Kommunikation im wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Leben zunehmend zum essentiellen "Treibstoff" ohne den praktisch nichts mehr geht.
Dabei ersetzt innovative "Mehrkanalkommunikation" die einseitige "Einkanalkommunikation": Dialog ist das Zauberwort der Zukunft(skommunikation).
Dialog mit Kunden, Lieferanten, Partnern, Mitarbeitern, Freunden und Bekannten - Kommunikation von A bis Z, rund um die Uhr…
Kein Wunder also, dass in den PR- und Marketingzentralen ambitionierter Unternehmen die Macher heutzutage ganz genau hinschauen, welche Kommunikationsstrategien in den kommenden Jahrzehnten für Mehrwert sorgen. Schließlich hängen nach jüngsten Studien schon heute gut 30 Prozent des Unternehmensumsatzes an den "richtigen" Kommunikationslösungen und -strategien.
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